Jules hat gelogen

Wie kann man akzeptieren, dass man sich geirrt hat? 

Text und Gestaltung Valérie Durin
Collaboration artistique Félix Hugue
Création technique Jean-Marc Istria
Graphisme Camille Broquet
Produktion ARRANGEMENT THEATRE

Mit der Unterstützung "Aide à la création" des Département de l'Yonne

Description

Seit 160 Jahren irren wir uns! Die Wiege unserer Zivilisation, genau dort, wo wir alle Galloromanen geworden sind, die Lokalisierung der berühmten Schlacht von Alesia ist falsch! 

"Wer sich in seiner Wiege täuscht, täuscht sich in sich selbst", wiederholt die etwa 50-jährige, leidenschaftliche und überzeugte Rednerin. 

Dann stellt ein selbstbewusster, lustiger und unwissender junger Mann alles in Frage. 

Auf der Grundlage der Erzählung von Julius Cäsar schlägt diese komische und absurde Kreation vor, zwei Welten miteinander zu konfrontieren: die der alten Eule und des jungen Hahns, Gelehrsamkeit gegen Intuition, Reife gegen Übermut, weibliche Autorität gegen männliche Arroganz. 

In einer Zeit, in der unsere Geschichte weiterhin von den herrschenden Siegern eingehämmert wird, taucht die ewige Frage nach der Wahrheit wieder auf. 

Werden wir bescheiden akzeptieren, dass wir uns geirrt haben?

Anmerkung der Autorin 

In Anlehnung an seriöse und referenzierte Fachbücher, von Cäsar bis Goscinny, von Voltaire bis Hugo, und in Verlängerung zu neueren Dokumenten, schlage ich einen amüsanten Einblick in die Geschichte zum Zeitpunkt der Fusion der beiden Regionen Burgund-Franche-Comté vor.

So kreieren wir 2016 in Koproduktion mit dem Théâtre d'Auxerre Alesia oder die Schurken von Burgund. Das Stück wird im selben Jahr auch beim Festival von Avignon aufgeführt und in Paris gezeigt. 

Heute möchte ich diese Arbeit fortsetzen, indem ich den Text wieder aufgreife und eine unerlässliche Aktualisierung einführe: die generationenübergreifende Dimension. 

Es ist ein Duell. Manchmal ist es komisch, manchmal absurd. Alles hängt vom Blickwinkel ab. Wie kann man einander verstehen, wenn man sich sicher ist, dass man Recht hat? Wer ändert seine Route, um sich dem anderen anzuschließen? Wie kann man akzeptieren, dass man sich geirrt hat? 

In diesem Stück geht es um die Themen Jugend, Vertrauen, Lüge und Überzeugung. Basierend auf einer wahren Geschichte - der Polemik um die Wiege unserer Zivilisation - konfrontiert dieses Stück zwei Welten - die der Gelehrsamkeit und die der Intuition, Reife gegen Jugend. Wer hat Recht? 

In einer Zeit, in der unsere zeitgenössischen Zensoren die Geschichte umschreiben, auf welche Unterstützung kann man da noch zählen? Von welcher historischen Wahrheit sprechen wir? 

Im Anschluss an jede Aufführung findet eine Diskussion mit dem Publikum statt.

Absichts- und Regieanweisung

Diese "All-Terrain"-Show richtet sich insbesondere an Orte nicht ausgestattet, für behinderte Menschen zugänglich.

Sein Bühnenbild ist leicht. Eine Projektionswand auf einem Ständer mal Kartografie, mal Tafelbild, bildet die einzige Kulisse. Die technische Einrichtung, ein Videoprojektor und LED-Lampen, dient dazu, Achsen und Stützen zu finden. Videos und visuell. 

Das Klanggerät, eine Kreation von Jean-Marc IstrienDie Musik, die Sie in den letzten Jahren gesehen haben, verleiht den verschiedenen Effekten der Aufführung eine wesentliche Dimension. 

Am Anfang vone die VertretungDie Öffentlichkeit wird als in eine Konferenz, bei der es Momente für "Fragen und Antworten" geben wird. Die Rednerin (Valérie Durin), allgegenwärtig auf der Bühne, spielt frontal mit den Reaktionen des Publikums. 

Im Raum befindet sich ein junger Mann (Felix Hugue), der immer deutlicher auf die Behauptungen der Rednerin reagiert. Schließlich besetzt auch er die Bühne und dreht die Situation um. 

Lie Aufführung entwickelt sich in eine neue Dimension, da die beiden Schauspieler in eine Art virulentes Duell eintreten. 

Am Ende der Aufführung wird das Publikum erneut zur Teilnahme aufgefordert. 

Ziele

Unser Wissen, unsere gemeinsame Geschichte auf spielerische Weise allen zugänglich machen, um eine Debatte und Überlegungen zu teilen. Gehemmten Personen ermöglichen, ihre Mündlichkeit, ihre Gedanken und ihre Meinung zu entwickeln. Durch das Spiel werden die Worte in der Spontaneität und im Wunsch, zu verstehen und sich zu amüsieren, gelockert. 

Öffentlich

Alle und insbesondere Mittel- und Oberstufenschüler/innen. 
Pädagogisches Dossier auf Anfrage.